EinBlick - Der Newsletter des RVR

Newsletter 22. November 2019

 

EinBlick - RVR

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Joachim FriedsamKommentar

von Joachim Friedsam - rvr-presse@gmx.de

Mal ganz unter uns....

…das rheinhessische Radsport-Jahr 2015 kann sich bisher sehen lassen. Das betrifft eben nicht nur die Bilanz der Kunstradfahrer, nein auch in anderen Sparten tut sich was: Etwa die Wiederbelebung des Straßenrennens um den Großen Weinpreis in Mainz-Ebersheim nach 18jähriger Pause, ein schönes und spannendes Mountainbike-Rennen auf dem Lerchenberg im Rahmen des Rhein-Main-Cup, großartige und gut besuchte Radtouristik-Angebote im zweiten Jahr des Rheinhessen-Rad-Cup. Dafür haben viele Leute in den Vereinen mal ein dickes Kompliment verdient, denn sie sind es, die das alles organisieren.

Mal ganz unter uns: Natürlich handelt es sich beim wiederbelebten Straßenrennsport und beim Mountainbike noch um erste zarte Pflänzchen. Aber die haben gute Wachstumsaussichten, denn die Stimmung war nach den Rennen bei den Organisatoren vom RV Ebersheim und dem Mainzer Radsportverein deutlich positiv. Sie waren mutig, haben investiert und hatten Erfolg damit.

Mal ganz unter uns: Niemand hat etwas davon, wenn der RVR sich – wie gelegentlich empfohlen - weniger um den Kunstradsport und mehr um andere Disziplinen kümmern würde. Da macht man es sich zu leicht. Niemand wird besser, weil Andere schlechter werden. Es ist eher umgekehrt, denn auf Stärken kann man aufbauen. Es gibt immer Gründe für Erfolg und wenn man genau hinsieht, kann man sich vielleicht etwas abschauen. Zugegeben, einfach ist das nicht, denn – mal ganz unter uns - wenn Erfolg so leicht zu haben wäre, hätte ihn ja jeder.

Eigentlich war es ja nur ein kleiner Weinpreis…

… der da Ende September in Ebersheim über die Bühne ging. Aber es war ein mutiger Versuch, 18 Jahre nach dem 50. Internationalen Großen Weinpreis an die Tradition des damals bedeutendsten Straßenrennens in der Region anzuknüpfen. Der Versuch ist gelungen, die Rückmeldungen der Fahrer waren durchweg positiv, trotz der vielen Stürze, denn einsetzender Regen hatte die Straßen tückisch glatt werden lassen.
In den Jahren, die zwischen der 50. und der 51. Austragung des Ebersheimer Rennens liegen, haben sich die Rahmenbedingungen für Straßenradsport radikal verändert. Dopingfälle der Profis rissen den gesamten Sport in den Abgrund. Sponsoren wandten sich ab, Massensterben der Rennen, Nachwuchsprobleme – der Sport ging durch ein tiefes Tal und erholt sich nur allmählich. Aber er hat sich auch verändert. Die bestbesetzten Rennen sind heute die Jedermann-Rennen, deren Akteure meist jenseits der dreißig sind und ohne Lizenz antreten. Der Nachwuchs fehlt immer noch, vielleicht auch deshalb, weil der Sport mittlerweile ziemlich teuer ist. Und die Sportstätte ist überfüllt: Es gibt kaum noch Straßen, die sich mal eben für einen Tag sperren ließen und wenn, dann ist das Einholen der entsprechenden Genehmigung nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig.
Insofern mag der 51. Weinpreis in Ebersheim nur ein Kleiner gewesen sein und auch nur ein kleiner Schritt aus dem Tal, durch das der Straßenradsport derzeit geht, aber es war ein Schritt, mutig und in die richtige Richtung.

Mountainbike auf dem Lerchenberg…

… das passt schon vom Namen her. Schließlich reden wir hier von einem Bergrad, allerdings ist der Lerchenberg nicht so sehr für seine alpinen Verhältnisse berühmt, sondern als Sitz des größten deutschen Fernsehsenders. Der Mainzer Radsportverein hat es nun irgendwie geschafft, all dies zu verknüpfen und das resultierende MTB-Rennen konnte sich sehen lassen. Im Rahmen des Rhein-Main-Cups haben sich vier hessische und ein rheinland-pfälzischer Club – eben der MRSV - zu einer Veranstaltungsserie für Mountainbiker zusammengeschlossen. 85 Sportler nutzten die Chance für einen Start auf dem ZDF-Gelände und der MRSV nutzte im 126. Jahr seines Bestehens die Chance zu beweisen, dass Tradition kein Ruhekissen, sondern ein Sprungbrett ist. Bleibt zu hoffen, dass der Club, der vor rund hundert Jahren eine Radrennbahn in Mainz baute und betrieb, damit eine neue Tradition als Rennveranstalter begründet. Bemerkenswert auch, dass der Club die Einnahmen aus seinem Rennen für die Flüchtlingshilfe der Lotto-Stiftung spendete. Der Vorsitzende der Stiftung Magnus Schneider war sichtlich überrascht, denn normalerweise schüttet Lotto schließlich Geld aus. Elfriede Jutzi, Monika Prescher und Stefan Günther drehten aber diesmal den Spieß um und überreichten einen Scheck in Höhe von 300 Euro.

Auch Sandra Sprinkmeier und Katrin Schultheis…

… haben bei Ihrer Abschiedsfeier Spenden gesammelt. Die dabei zusammengekommenen 2.200 Euro spendeten sie für die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt in der Flüchtlingsunterkunft in der Mainzer Zwerchallee. Vor wenigen Tagen übergaben sie der Leitung der Flüchtlingsunterkunft eine gut ausgerüstete mobile Fahrradwerkstatt plus eine Reihe von Fahrrädern, die sie als Sachspende zusätzlich erhalten hatten. Ihr Trainer Marcus Klein sowie Gisela Schultheiß unterstützten die Aktion. Die Stiftung Juvente, die die Einrichtung betreut, freute sich mit den rund 350 Flüchtlingen über das wertvolle Geschenk, das den Menschen in der Zwerchallee zu größerer Mobilität verhelfen wird.

Symbolische Schecjübergabe von Katrin Schultheis an Sandra Sprinkmeier an die Stiftung Juvente

Unser Bild zeigt Katrin (5. von links) und Sandra (1. v. l) mit RVE-Schatzmeisterin Gisela Schultheis (3. v. l.) und Marcus Klein (6. v. l.) bei der Übergabe der Spende an die Mitarbeiter von Juvente.
Foto: Sportbund Rheinhessen

Internationaler Spitzen-Radball…

… gibt es in nächster Zeit gleich zweimal zu sehen: Am Samstag, 31.Oktober bietet zunächst der Große-MVB-Preis in der Hechtsheimer Radsporthalle ab 18.00 Uhr wieder Radball vom Feinsten. Bei der 13. Auflage des Internationalen-MVB-Preis ist es dem Veranstalter mit Unterstützung der Mainzer Volksbank wiederum gelungen, einige der weltbesten Teams zu verpflichten. So allen voran die östereichischen Weltmeister Patrick Schnetzer und Markus Bröll, die kurz vor den Weltmeisterschaften in Malaysia ihre Form testen. Sie treffen dabei unter anderem auf das schweizerische Topteam Severin u. Benjamin Waibel, auf die Deutschen Meister Jens Krichbaum/Roman Müller aus Darmstadt-Eberstadt sowie die DM-Vizemeister Bernd und Gerhard Mlady. Auch die Lokalmatadoren Janis Stenner und Moritz Rauch wollen ein Wörtchen mitreden – schwer, aber nicht unmöglich.

Auch die Radsporthalle in Klein-Winternheim…

…sieht am 2. Januar ein internationales Radball Turnier. Bei der 4. Auflage des vom RSV Klein-Winternheim ausgerichteten Turniers treffen U23-Mannschaften aus dem In- und Ausland aufeinander. Am Start sind internationale Mannschaften und Spitzenteams aus Deutschland, darunter die Lokalmatadoren Jonas und Fabian Gebhardt. Ab 14.00 Uhr rollt der Ball in der Radsporthalle. Der Eintritt ist frei und für Verpflegung wird gesorgt sein.

Da staunt der Fachmann...

…und der Laie wundert sich: In der ersten Saison nach dem Rücktritt der sechsfachen Weltmeisterinnen Katrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier fällt die Bilanz der rheinhessischen Kunstradfahrer/-innen nach den German Masters und den Deutschen Meisterschaften fast besser aus als je zuvor. Drei Gesamtsieger (André und Benedikt Bugner, Nadja und Julia Thürmer sowie Lisa Hattemer) gab es noch nie und auch nicht drei WM-Tickets. Dazu kommen die zwei Goldmedaillen bei den Deutschen Meisterschaften durch die Zweier-Mannschaften und die Bronzemedaille durch Lisa Hattemer. Wobei Letztere im Finale der German Master in Mörfelden einen denkwürdigen Abend erlebte: Als letzte Starterin überhaupt ging sie auf die Fläche und kam nach fünf Minuten mit sage und schreibe 186,18 Punkten wieder runter: Weltrekord, Tagessieg, Gesamtsieg, Quali für die WM so gut wie sicher – was für eine Bilanz!
Auch die Zweier brachten bei den German Masters und den Deutschen Meisterschaften ihre Schäfchen ins Trockene – und jeweils ganz souverän. Sowohl Julia und Nadja Thürmer als auch André und Benedikt Bugner ließen der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Wobei es bemerkenswert ist, dass beide es schaffen, ihre Leistungen trotz kaum vorhandenen Konkurrenzdrucks sogar noch zu steigern. All dies lässt die Vorfreude auf die Hallenrad-WM Malaysia steigen. Drei rheinhessische Weltmeister gab´s noch nie.

Der Vorstand des RVR…

…arbeitete bei seiner letzten Sitzung eine umfangreiche Tagesordnung ab. Hier die wichtigsten Themen:

  • Die bei der Klausurtagung im Dezember letzten Jahres eingeleitete Erstellung eines Leitbildes für den Verband wird weiter vorangetrieben. Um den vorliegenden Entwurf zu fertig zu stellen ist nun die Rückmeldung aus den Vereinen unverzichtbar. Genau hier hakt es aber im Moment, weil der Rücklauf des dafür konzipierten Fragebogens eher spärlich war. Nun wurde beschlossen, einen neuen Weg zu beschreiten: Der RVR lädt alle Vereine im kommenden Frühjahr zu einem „Radsport-Brunch“ ein.
    In entspannter Atmosphäre sollen dabei verschiedene Gesichtspunkt der Vereins- und Verbandsentwicklung gemeinsam diskutiert werden. Als Termin angedacht ist der 16. April im „Haus des Sports“ in Mainz. Alle, die an der Weiterentwicklung des Radsports in Rheinhessen interessiert sind, sollten sich diesen Termin schon einmal reservieren.
  • Die traditionelle Meisterehrung des RVR findet am Nachmittag des 31. Januar in der Radsporthalle in Mainz-Finthen statt. Vier Tage zuvor – am 27.Januar, wird der Verbandstag in Rheindürkheim über die Bühne gehen. Unter anderem wird über einen angedachten neuen Zuschnitt der Tätigkeitsfelder im Radsportverband Rheinhessen informiert. Deren Umsetzung hätte Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Vorstandes und würde daher Satzungsänderungen erforderlich machen. Dies alles wird allerdings 2016 nur beraten und frühestens beim Verbandstag 2017 umgesetzt.
  • 2016 wird die Region Rheinhessen 200 Jahre alt und wir wollen mitfeiern. Und zwar mit einem großen Radler-Fest im September 2016 in Worms. Auf dem Programm stehen Sternfahrten, ein Bühnenprogramm, kleine spielerische Wettkämpfe. Umrahmt von Musik und bei Essen und Trinken soll das Fest die gesamte Bevölkerung ansprechen und nach Worms locken. Als Partner sind voraussichtlich unter anderem die Elektritzitätswerke Rheinhessen (EWR) mit an Bord.
  • Der RVR-Kalender 2016 soll Ende Januar vorliegen – deutlich früher als in den Vorjahren. Über diese Notwendigkeit war man sich im Vorstand einig. Also wurde der Zeitplan angepasst. Bis Ende November müssen alle Daten vorliegen (Termine, Anzeigen, etc.). Für alle, die etwas zuzuliefern haben, gilt deshalb: Kette rechts und Vollgas!

 

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